Die Stunde der Fun-Camcorder
Camcorder werden nicht nur immer besser, sonder auch immer günstiger. Sogar aktuelle Modelle mit HD Auflösung sind je nach Version und Ausstattungsumfang auf fast jeden Geldbeutel zugeschnitten. Dies gilt ganz besonders für die neue Generation von Fun-Camcordern, die zunächst Amerika im Sturm erobert haben und sich nun daran machen das gleiche Kunststück auch in Europa zu vollbringen.
Die “Simple”-Revolution
Wegweisend für diese „Camcorder-Revolution“ war der Flip Camcorder von Cisco. Frei nach dem Motto „weniger ist oft mehr“ bietet er nur einen sehr begrenzten Funktionsumfang bei guter Bildqualität. Das Prinzip kommt an. Denn die meisten Nutzer sind mit Proficamcordern ohnehin hoffnungslos überfordert. Kaum ein Normalnutzer, weiß so recht mit manuellen Schärfeeinstellungen etwas anzufangen oder mit dem manuellen Weißabgleich. Die immer mehr wachsende Komplexität der Geräte bringt aberdutzende solcher Funktionen mit sich und verwirrt den Nutzer noch mehr. Dabei haben die meisten ihren Camcorder nur aus einem Grund: Sie wollen bestimmte Momente einfach auf Film festhalten. Mehr nicht. Dafür braucht man keine professionellen Einstellungen. Genau darum sind die neuen Fun-Camcorder so erfolgreich. Sie blenden das technische Drumherum aus und lassen dem Nutzer nur noch die Freude am Filmen. Ein einfacher Knopfdruck genügt. Die Brennweite ist Fest. Die einzige Einstellmöglichkeit ist der digitale Zoom, mit dessen Hilfe das Bild vergrößert werden kann. Ein zweiter Knopfdruck beendet die Aufnahme und schon hat man seinen ersten Clip im Kasten.
Social Networking: Alt und neu
Was die Nachbearbeitung angeht, so kommen viele der Geräte mit einer passenden Software, die ebenfalls auf den Ottonormalnutzer zugeschnitten ist. Sie bietet die grundlegenden Funktionen, die man zum Schneiden des Materials benötigt oder um einfache Effekte in die Videos einzufügen. Ein weiteres Feature der Spaßmacher, das zum Großteil zum Erfolg beiträgt, ist die Möglichkeit die fertigen Clips unkompliziert auf YouTube hochzuladen oder in Social Networks wie Facebook, Flickr oder Myspace einzubinden.
Multifunktionalität ist trotzdem weiterhin ein wichtiges Stichwort. Jedoch soll sie bei den simplen Geräten nicht überstrapaziert werden. So kann man mit einem solchen Camcorder keine SMS verschicken oder seine Email abholen. Was sich jedoch anbietet ist, dass der Camcorder auch gleichzeitig als Digicam fungieren kann. So reicht es in der Regel einen simplen Regler zu verschieben und schon kann man statt Videoclips einfache Schnappschüsse in passabler Qualität schießen. Auch diese kann man natürlich mit seinen Freunden online teilen. Eine andere Möglichkeit ist es sie in einem schicken Fotobuch zu verarbeiten. Inzwischen gibt es eine ganze Reihe von Anbietern im Internet, bei denen man sich so ein Buch nach Belieben mit eigenen Fotos gestalten kann. Danach wird es komfortabel nach Hause geliefert. Dort kann man es sich mit Freunden oder Familie auf der Couch gemütlich machen und einfach mal zusammen in dem Werk herumblättern. So einen Fotoabend kann man dann sozusagen als die Urform des social Networking betrachten.
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